Online Marketing Report – Die Grundlagen

Online Marketing Report – Die Grundlagen

Kennen Sie das? Sie fragen sich, wie Ihre Marke im Internet wahrgenommen wird, was User über Ihre Produkte schreiben oder ob Ihr soziales Engagement von der Presse wahrgenommen wird? Oder Ihr Vorgesetzter möchte wissen, wie Ihre Online-Marketing-Maßnahmen im letzten Monat performt haben, wie groß die Reichweite dieser Aktivitäten war und welche Reaktionen es darauf gab? Um diese Fragen souverän beantworten zu können, ist ein Online Marketing Report, welcher alle relevante Daten über Ihre Marketingaktivitäten präsentiert und verfolgt, hilfreich.

Im ersten Teil unserer Reihe „Online Marketing Report – Die Grundlagen“ erläutern wir, weshalb es wichtig ist, die Performance Ihrer Online-Marketing-Maßnahmen zu messen, welche Fragen Sie vorab klären sollten und welche Datenquellen Sie auswerten können (kostenpflichtig versus kostenfrei).

Im zweiten Teil stellen wir Ihnen einen „Web & Social Media Report“ vor, der Ihnen Auskunft darüber gibt, wie Ihre Marke im Internet wahrgenommen wird. Wir klären die Fragen, welche Inhalte relevant sind und wie Sie die Daten mit Hilfe kostenpflichtiger Monitoring-Tools entsprechend aufbereiten können.

Im dritten Teil zeigen wir Ihnen einen „Online Marketing Report“, den Sie mit kostenfreien Tools wie Facebook Insights oder Google Analytics erstellen können, um Ihre Marketing-Maßnahmen im Blick zu haben.

5 Gründe, warum ein Online Marketing Report sinnvoll ist

  1. Ein Reporting unterstützt Sie dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
  2. Mittels regelmäßiger Reports können Sie Ihre Ergebnisse vergleichen, daraus hilfreiche Schlüsse ableiten und Ihre Marketing-Maßnahmen dementsprechend ausrichten.
  3. Um am Ende einer Kampagne überprüfen zu können, ob die durchgeführten Marketing-Aktivitäten auch die definierten Ziele erreicht haben, eignet sich die Dokumentation über ein Reporting.
  4. Damit Sie Ihren Return on Investment (ROI) aus Ihren Aktivitäten nachweisen können, sollten Sie den ROI messen und für das Management dokumentieren.
  5. Lernen Sie aus Ihren Bemühungen und sichern Sie sich wichtige Wettbewerbsvorteile.

ZWECK & ZIELGRUPPE IHRES REPORTINGS

Bevor Sie loslegen und Kennzahlen bestimmen, sollten Sie Ihre Ziele festlegen, die Sie mit dem Report erreichen möchten und bestimmen, wer den Report intern bewertet.

Zweck

  • Möchten Sie wissen, was über Ihr Unternehmen im Web & Social Media geschrieben wird?
  • Wann und auf welchen Seiten wird Ihre Marke genannt?
  • Wie entwickelt sich die Anzahl an Followern auf Ihren Social-Media-Kanälen?
  • Wie kommen Ihre Postings bei Ihrer Zielgruppe an?
  • Wie performen Ihre Online-Kampagnen?
  • Möchten Sie Statistiken zu Ihren Website-Besuchern oder Ihres Newsletter-Versandes auswerten?

Entscheiden Sie zuerst, was Sie mit dem Online Marketing Report abbilden möchten. Oftmals empfiehlt es sich, den Report abhängig vom Zweck in mehrere Abschnitte zu gliedern, sodass die Leser nicht von zu vielen Kennzahlen und Metriken erschlagen werden.

Zielgruppe

  • Wer wird den Report lesen?
  • Welche KPIs und Metriken sind interessant, welche sind für die Leser überflüssig?
  • Wie tief sind die Leser in der Materie – kennen Sie sich mit wichtigen Social-Media Fachwörtern aus?

Ist der Report für die oberste Chef-Etage vorgesehen, sollten Sie die Inhalte möglichst kurz, aber dennoch gehaltvoll verpacken. Ist der Report für Ihre Teamkollegen aus dem Marketing, können Sie gerne auch etwas in die Tiefe gehen und weitere Metriken einbringen.

DER PASSENDE RHYTHMUS

Abhängig davon, wie viele Marketing-Maßnahmen Sie durchführen und wie aktiv Sie und Ihre Follower auf Ihren Social-Media-Kanälen sind, sollten Sie einen entsprechenden Reporting-Rhythmus festlegen. Entscheiden Sie, ob ein tägliches, wöchentlich, monatlich oder sogar jährliches Reporting Sinn ergibt. Wenn Sie Vergleichswerte haben, können Sie die dokumentierten KPIs richtig einordnen und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Mögliche Trends oder saisonale Schwankungen lassen sich dadurch ebenfalls herleiten.

DIESE DATENQUELLEN KÖNNEN SIE ANZAPFEN

Um zu wissen, was über Ihr Unternehmen, Ihre Marke und Ihre Produkte im Internet gesagt wird oder um zu erfahren, wie Ihre letzte Kampagne bei den Usern ankam, müssen Sie die entsprechenden Online-Daten anzapfen. Dabei unterstützen sogenannte Analytics-Tools.

Analytics-Tools, die alle Beiträge zu Ihrem Unternehmen basierend auf einer Schlagwortsuche (zum Beispiel der Name Ihres Unternehmens oder der Name Ihres Geschäftsführers) aus dem Internet zusammentragen, sind meist kostenpflichtig. Dazu zählen zum Beispiel Brandwatch, NetBase oder Talkwalker. Diese Tools analysieren Millionen von Online-Beiträgen, um Einsichten und Informationen über Einstellungen, Emotionen, Kaufverhalten, Geo-Location und Geschlecht der Verbraucher zu gewinnen.

Kostenfreie Insights stellen die Social-Media-Plattformen zur Verfügung wie zum Beispiel Facebook Analytics, Twitter Analytics, Instagram Insights oder LinkedIn Page Analytics. Hier bekommen Sie „nur“ Informationen zu Ihren eigenen Social Media Channels.

Informationen zu Ihren Website-Besuchern liefern Google Analytics oder die Google Search Console.

Auch die meisten Newsletter-Tools haben eine Option zur Auswertung des Newsletter-Versands integriert. Hier können Sie Anhand der Öffnungs- und Klickrate zum Beispiel Schlüsse darüber ziehen, welche Inhalte bei Ihren Lesern gut ankommt und welche Themen eher weniger.

Online Marketing Report Formate

Die wichtigen Erkenntnisse, die Sie in Ihrem Report abbilden möchten, können beispielsweise über einfache E-Mail-Reports oder über PowerPoint/PDF abgebildet werden.

E-Mail-Reports können relativ einfach ohne großen und laufenden Aufwand umgesetzt werden. Die Möglichkeiten sind hier jedoch eingeschränkt, möchte man den Report nicht nur als Anhang (PowerPoint/ PDF) senden.

In der Regel werden solche Mailings als (Online-) HTML-Mails angeboten, weil dieses Format neben einem reinen Text-Format noch den größten Gestaltungsspielraum bietet. Allerdings gibt es E-Mail-Programme, die HTML-Mails nicht richtig darstellen können und somit hat man keine Garantie, dass die Reports bei allen Empfängern und allen Endgeräten gleich aussehen. Entscheidet man sich für HTML-Mails, ist natürlich auch der Aufwand (Gestaltung, Programmierung, Testing, Optimierung etc.) etwas höher als bei reinen Text-Mails ohne Bilder oder andere mediale Inhalte.

Die Erstellung eines Reports mit Hilfe von PowerPoint ist eine gängige Variante. PowerPoint bietet dazu viele Gestaltungsmöglichkeiten. Um die wichtigsten Kennzahlen abzubilden, können verschiedene Elemente wie Diagramme, SmartArts, Formen, etc. eingebaut werden.

Um das PowerPoint-Reporting zu automatisieren, empfehlen wir die Nutzung von think-cell, einer PowerPoint Diagramm- und Layout-Software. Via think-cell können Diagramme mit einem Excel-basierten Datenblatt verknüpft werden, sodass lediglich die neuen Kennzahlen in einem Excel-Template aktualisiert werden müssen. Die Grafiken ziehen sich dann die Werte aus der Excel und das PowerPoint Template inkl. aller eingebauten Grafiken wird automatisch angepasst.

Beispiel einer Online Marketing Report Darstellung über think-cell.
Beispiel einer Report-Darstellung über think-cell.

Auch die Darstellung über einen RSS Feed, also die moderne Form eines Newsletters oder die Abbildung der Daten in einem Online-Dashboard, dessen Werte sich regelmäßig automatisch updaten, sind möglich. Eine aufwändigere Variante ist die Darstellung der gesammelten Werte direkt in Ihrem Corporate Newsroom.

INHALT & GLIEDERUNG IHRES Online Marketing REPORTINGS

Abhängig vom Zweck, der Zielgruppe und den Ihnen zur Verfügung stehenden Datenquellen ist natürlich auch der Inhalt und die Gliederung relevant. Nachstehend finden Sie zwei Beispiel-Gliederungen, die Sie für Ihr Reporting adaptieren können.

Sofern Ihnen Daten aus dem Web & Social Media zur Verfügung stehen (meist über kostenpflichtige Tools), können Sie Ihren Web & Social Media Report wie folgt gliedern:

WEB & SOCIAL MEDIA-REPORT

  • Überblick
  • Highlights des Monats
  • Quellen
  • Sentiment
  • Autorengruppen
  • Themen
  • Gain & Pain
  • Benchmark
Beispiel eines Aufbaues von einem Web & Social Media Report.

Sofern Sie auf die kostenfreien Analytics-Tools zurückgreifen, ist nachstehende Gliederung zielführend für Sie:

ONLINE-MARKETING-REPORT

  • Budget & Zielerreichung
  • Webanalytics
  • Newsletter
  • Social-Media-Kanäle
  • Marketingaktionen
Beispiel eines Aufbaues von einem Online Marketing Report.

FAZIT:

Haben Sie Ihre Online-Marketing-Aktivitäten im Blick? Verfolgen und analysieren Sie die Ergebnisse Ihrer Marketing-Anstrengungen? Falls Sie jetzt denken „Nein, wir schauen nur adhoc, aber dokumentieren die Ergebnisse nicht in einem Report“, dann beantworten Sie doch für sich selbst schon einmal die oben aufgeführten Fragen und seien Sie gespannt auf die nächsten Beiträge dieser Reihe. In Teil 2 stellen wir Ihnen einen „Web & Social Media Report“ im Detail vor, den Sie mit Hilfe kostenpflichtiger Tools erstellen können.

Sprechen Sie uns gerne auf eine Erstellung eines effizienten Online Marketing Reports oder Dashboards an und stärken Sie die Performance Ihrer Marketing-Aktivitäten!

Bleiben Sie mit unserem monatlichen D²M-Newsletter auf dem aktuellen Stand rund um Themen des datengetriebenen Marketings.

This Post Has One Comment

  1. Markus

    Die Reporting-Frequenz und -Inhalte hängen eng zusammen: Beim Tagesreport mögen z.B. Reputationssicherheit oder Wettbewerberbeobachtung im Vordergrund stehen. Bei größeren Zeiträumen, z.B. monatlich, können ROI-Aspekte im Rahmen von Kampagnen oder Trends in den Endkundenfeedbacks wichtiger sein.

Schreiben Sie einen Kommentar

20 + 1 =

Close Menu