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Sympaphonic Ads – Potenzial von KI-gestütztem Audio-Marketing

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Sympa- was? Wer bisher noch nichts von „Sympaphonic Ads“ gehört hat, wird in unserem Beitrag zum Thema Audio Marketing aufgeklärt.

Audiowerbung boomt. Bereits seit Beginn der Corona Pandemie feiert das Thema ein Comeback bzw. erlebt einen stetigen Anstieg – allen voran durch die gestiegenen Nutzerzahlen von Streaming-Diensten und Podcast-Hörer*innen. Im vierten Quartal 2022 verzeichnete Spotify insgesamt 489 Millionen monatlich aktive Nutzer. Laut offiziellen Angaben des Streaming-Diensts gaben im Jahr 2020 83 % der Internetnutzer*innen (Generation Z und Millennials) an, Online Audio zu streamen.

Dabei hat sich in den letzten Jahren der Anspruch der Zielgruppen an Werbung – egal ob visuell oder audio – maßgeblich verändert. Gerade jüngere Zielgruppen erwarten heute hochwertige, informationsgeladene Inhalte oder personalisierte, authentische bzw. unterhaltsame Werbung. Klassische hochglanzpolierte Personas locken heute niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Marketer müssen die Interessen ihrer Zielgruppen ansprechen und auf deren Art und Weise kommunizieren. Neben Video-Kampagnen mit ausdrucksstarken Bildern (Jetzt nachlesen: YouTube Marketing für Ihr Unternehmen), spielt auch Audio-Werbung eine immer bedeutendere Rolle. Nachfolgend stellen wir eine Werbeform vor, die genau diese Bedürfnisse miteinander verbindet: Sympaphonic Ads.

Was ist Sympaphonic Advertising? 

Bei Sympaphonic Ads wird die Audiobotschaft in Echtzeit im Hintergrund automatisch so verändert, dass sie mit den Musikgenres und verschiedenen Songs, die ein/e HörerIn über Audio-Streaming-Plattformen wie Spotify oder Apple Music streamt, übereinstimmt. Somit wählt die KI quasi den „idealen“ Song aus, der genau auf den persönlichen Geschmack abgestimmt ist. Die Werbung wird, wenn sie ausgestrahlt wird, für die HörerInnen genau an das angepasst, was sie zu diesem Zeitpunkt gerade hören. Mit Sympahonic Ads wird ein immersives Erlebnis geschaffen, das sich nahtlos in den Inhalt einfügt, mit dem sich die HörerInnen gerade beschäftigen, ohne sie aus dem Erlebnis herauszureißen.

Diese Art des personalisierten Hörerlebnis wurde bereits 2019 vom britischen StartUp AI Music entwickelt, das mittlerweile von Apple gekauft wurde. Die firmeneigene „Shapeshifting“-Technologie, ermöglichte es Usern, mithilfe künstlicher Intelligenz Remixe von Songs zu erstellen. Die Technologie passte dabei automatisch die Hintergrundmusik der digitalen Werbung an das an, was die User gerade hörten. Die KI-Engine von AI-Music wird mittlerweile auch von anderen Anbietern verwendet und ermöglicht es beispielsweise Spark Foundry, dynamische und personalisierte Audiowerbung in weniger als zehn Minuten zu erstellen. Heute hat sich AdsWizz über sein Ad-Buying-System zum Hauptanbieter von Sympaphonic Ads für digitale Audiovermarkter entwickelt.

Bei sympaphonischen Werbekampagne müssen Unternehmen selbstredend mit Musikvertreibern wie Amazon, Spotify, Pandora, iTunes, usw. zusammenarbeiten. Die Online-Musikplattformen sind dann dafür verantwortlich, dass die Tantiemen für die gekaufte, heruntergeladene und gespielte Musik an die ursprünglichen Musiker und Künstler zurückfließen.

Mehrere Marken haben inzwischen Sympaphonic Ads implementiert, um die Bindung zu ihrer Kundenbasis zu verbessern.

Beispiele: Dunkin’ Donuts und Cox Communications

Dunkin Donuts testete bereits als eine der ersten Marken in 2021 eine neue Audiowerbung, bei der die Werbebotschaft mit dem verknüpft wurde, was der Verbraucher in diesem Moment hörte. Laut Dunkin‘ Donuts steigerte die Sympaphonic Ad das Engagement um 238% im Vergleich zur nicht-personalisierten Werbung in anderen Kampagnen.

Auch das Telekommunikationsunternehmen Cox Communications konnte starke Erfolge mit Hilfe von Sympaphonic Ads und dem Einsatz künstlicher Intelligenz für personalisierte Werbeerlebnisse erzielen. Die Produktionszeit für die Erstellung der Marketingkampagnen wurde um 95% verringert und die Produktionskosten für das eigene Audiomarketing sanken um 20%

Warum sollte man auf (programmatisches) Audiomarketing bzw. Sympaphonic Advertising setzen? 

Einige Vorteile von Sympaphonic Ads wurden bereits thematisiert. Daneben, dass sie das Engagement und den Umsatz steigern können, verbessern sie die Kundenbindung und sprechen die Zielgruppen personalisiert und effektiv an. Darüber hinaus werden die Produktionskosten gesenkt und die Produktionszeiten verkürzt.

Wer nicht gleich mit Sympaphonic Ads loslegen möchte, sollte dennoch erwägen, Audiowerbung in den Marketing-Mix mit aufzunehmen:

3 Vorteile von (programmatischem) Audiomarketing

1. Audiomarketing ist zielgruppenspezifisch und relevant

Mit programmatischen Audioanzeigen können Sie Nutzer auf der Grundlage von Standort, Verhalten und demografischen Merkmalen ansprechen. Programmatische Werbung nutzt automatisierte Workflows und Algorithmen des maschinellen Lernens. Auf der Grundlage einer Vielzahl von Signalen, wie z. B. dem Kaufverhalten, werden Anzeigen an Zielgruppen ausgeliefert, die am ehesten erfolgreich sind. Somit kann relevante Werbung auf der Grundlage der Interessen oder des Standorts der HörerInnen geschaltet werden.

2. Audiomarketing verstärkt den Multi-Channel-Effekt und die Markenerinnerung

Audio-Werbung trägt dazu bei, die Markenbekanntheit zu erhöhen. So sind beispielsweise 60% der Podcast-HörerInnen eher bereit, einen Kauf zu tätigen, nachdem sie eine Markenbotschaft in einem Podcast gehört haben. Auch haben Audio-Anzeigen im Vergleich zu Display-Anzeigen eine höhere Erinnerungsrate.

3. Audiomarketing ermöglicht Daten-Tracking

Programmatische Audio-Anzeigen ermöglichen es Unternehmen, wichtige KPIs zu sammeln, wie z. B. die Abschlussrate, die anzeigt, ob ein Nutzer sich eine Anzeige bis zum Ende anhört oder sie überspringt. So kann auch das Verhalten nach dem Konsum der Werbung weiterverfolgt werden.

Der eigene Marketing-Mix sollte stets hinterfragt und weiterentwickelt werden. Dabei sollten selbstverständlich auch neue Trends, wie zum Beispiel Sympaphonic Ads getestet werden.

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