Social Media Marketing in der Tourismusbranche

Social Media Marketing in der Tourismusbranche

Vor allem in der Tourismusbranche hat sich die Art und Weise wie Unternehmen mit ihren Kunden kommunizieren stark geändert. So wird heutzutage kaum noch über Reisekataloge, Flyer oder Broschüren geworben. Auch zum Buchen einer Reise treibt es die meisten Reisefreudigen nicht mehr in das Reisebüro – so wie es früher einmal war. Aufgrund dieser drastischen Veränderung greifen immer mehr Tourismusunternehmen auf Social Media Marketing zurück. Social Media Marketing stellt mit rund 4,2 Milliarden Nutzern monatlich einen ausschlaggebenden Faktor dar.

Nimmt man dies genauer unter die Lupe, ist sogar zu erkennen, dass die Customer Journey verstärkt in der digitalen Welt stattfindet. Deshalb gibt es einige hilfreiche Tipps, wie Social Media Content effizient erstellt werden kann. Allerdings bringt diese Art der Kommunikation auch Gefahren mit sich, welche von einigen Unternehmen nicht wahrgenommen werden. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, mit welchen Tipps Sie erfolgreichen Content erstellen können.

Tourismussektor als besonders erfolgversprechend

Besonders im Tourismussektor entwickelt sich Social Media Marketing mehr als positiv. Denn wer kennt die Situation nicht? Beim Durchstöbern der sozialen Medien werden Sie mit Urlaubsfotos – sei es von Reiseveranstaltern oder den eigenen Kontakten – konfrontiert. Zeitgleich wachsen bei Ihnen das Fernweh und die Lust, endlich wieder in den Urlaub zu fahren. Hierbei werden Bilder geliked, kommentiert oder sogar geteilt, sodass die Engagement-Rate bestenfalls enorm in die Höhe schießt. Demzufolge steigt mit der Bereitstellung von Content die Reiselust bei den Urlaubern.

Besonders in Zeiten der Corona-Pandemie boomt die Vermarktung über soziale Medien in der Tourismusbranche. Laut einer repräsentativen Studie von bitkom ist Reisen so digital wie nie zuvor. Gemäß einer Umfrage informieren sich mittlerweile rund 68% der Deutschen vor ihrer Reise online. Dies geschieht entweder auf Reise- und Vergleichsportalen wie beispielsweise booking.com oder Expedia, auf der Homepage der Dienstleister selbst wie z.B. die des Reiseveranstalters, auf Reiseblogs, auf sozialen Kanälen oder sogar über Podcasts.

Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf eine zuverlässige Kommunikation gelegt werden, um stets den Kontakt zu Ihren Kunden aufrecht zu erhalten. Außerdem ist es wichtig zu verstehen, wie Ihr Status Quo ist, welches Entwicklungspotential besteht und was Ihre Stärken und Schwächen sind, um bestmöglich auf diese reagieren zu können. Für eine effektive Status Quo Analyse ist die Nutzung eines Social Media Monitoring Tools wie Talkwalker hilfreich.

Customer Journey im Social Media Marketing

In Anbetracht der Customer Journey im Tourismus ist eindeutig zu erkennen, wie wichtig die Vermarktung über die sozialen Medien ist, denn das Internet ist in jeder einzelnen Phase ein unabdingbarer Bestandteil.

Auf den Tourismus bezogen besteht die Customer Journey aus den folgenden Phasen: Inspirations- und Ideenphase, Recherchephase, Buchungsphase, Phase der Reflektion der Reiseerlebnisse sowie der Nachbereitungs- und Reisereflektionsphase.

1.     Die Recherche nach der perfekten Reise

Um die perfekte Reise zu finden, durchstöbert der Reisefreudige vor der Buchung zunächst das Web. Dies geschieht oftmals, indem er auf Kanälen wie Facebook oder Instagram Bilder von anderen Usern sieht und sich dort für den nächsten Urlaub inspirieren lässt. Hierbei sollten Sie auf zielgruppenspezifisches Content Marketing auf den Social-Media-Kanälen achten, damit potenzielle Urlauber auf eine bestimmte Destination aufmerksam werden. Danach recherchiert er nach Reiseziel, Unterkunft, Transportmittel, etc. Anschließend wird die Reise gebucht. Auch dies geschieht heutzutage meistens online: Laut einer Studie bucht mittlerweile fast jeder Zweite seine Reise im Internet.

2.     Der optimale Kundenservice während der Reise

Während der Reise dienen die sozialen Medien dazu, den Urlaubern einen idealen Kundenservice zu bieten. Dieser hat für Ihr Unternehmen den Vorteil, dass die Service-Kommunikation weniger zeitaufwendig ist. Aber nicht nur die Kommunikation zwischen Reiseveranstalter und dem Reisenden ist wichtig, sondern auch die Kommunikation zwischen den Urlaubern und ihren Followern. So werden auf einer Reise die außergewöhnlichsten Reiseerlebnisse in den sozialen Medien geteilt, um Follower an den Erlebnissen teilhaben zu lassen. Bei diesem Verfahren wird User-generated Content erzeugt, welcher später zur weiteren Vermarktung genutzt wird.

3.     Reiseerlebnisse den Followern präsentieren

Nach der Reise bietet das Internet die perfekte Möglichkeit zur Nachbereitung bzw. der Reisereflektion. Hierbei nutzt der Reisende oft die Möglichkeit, eine Bewertung online abzugeben oder die letzten Reisefotos zu posten, um den Urlaub noch einmal Revue passieren zu lassen. Aus unternehmerischer Sicht sollten Sie stets darauf achten, Community Management zu betreiben, indem Sie auf Kommentare der User reagieren und mit diesen interagieren.

Effizienter Social Media Content in der Tourismusbranche

Doch wie erstellen Sie geeigneten Social Media Content?

  • User Generated Content

Wie bereits erwähnt ist es wichtig, User-generated Content einzusetzen. Der Vorteil hierbei ist, dass der Content von privaten Nutzern gepostet wird, wodurch er zugleich zuverlässiger und glaubhafter wirkt im Gegensatz zu Unternehmens-Content. Zudem kann User-generated Content simpel durch Fotowettbewerbe oder Gewinnspiele, wie dem Gewinn einer Reise, erzeugt werden.

  • Branded Hashtags

Ein weiterer Ansatz ist der Einsatz von sogenannten Branded Hashtags. Darunter wird ein Hashtag wie beispielsweise der Firmenname oder der Slogan eines Unternehmens verstanden, welcher einzig und allein für das Unternehmen selbst steht. Durch sie hat Ihr Unternehmen die Chance, in den sozialen Medien für mehr Reichweite zu sorgen und eine bisher unbekannte Destination aufmerksamkeitsgenerierender zu gestalten.

  • Influencer einsetzen

Mindestens genauso wichtig wie der Einsatz von User-generated Content und Branded Hashtags ist der Einsatz von Influencern, die Ihnen dabei helfen, die Tourismusbranche in den sozialen Medien zu vermarkten.

  • Emotionen wecken

Damit potenzielle Kunden aber überhaupt auf eine Destination aufmerksam werden, ist es von hoher Wichtigkeit, dass Sie Emotionen bei ihnen wecken. Diese Emotionen können Sie entweder dadurch auslösen, indem sich der Reisende persönlich mit der Destination identifizieren kann, da sie genau dessen Bedürfnissen entspricht, oder indem Sie bestimmte Erinnerungen bei ihm wecken.

  • Richtigen Zeitpunkt wählen

Ein weiterer wichtiger Aspekt, um die Tourismusbranche in den sozialen Medien erfolgreich zu vermarkten, ist der Zeitpunkt der Werbung. So sollten Sie beispielsweise vor allem am Anfang jeden Jahres auf Kanälen wie Instagram, Facebook & Co. verstärkt mit Sommerurlaub werben, da sich in dieser Zeit die meisten Menschen für Sommerurlaub interessieren.

  • Google Ads einsetzen

Ebenfalls sehr sinnvoll ist die Schaltung von Google Ads. Bei dieser Methode werden Ihre Kunden genau dann erreicht, wenn sie ein dringliches Bedürfnis nach Urlaub verspüren. Hierbei werden die Interessenten direkt auf die Website Ihres Unternehmens geleitet, auch wenn diese nicht gezielt danach suchen.

Schattenseiten des Social Media Marketings im Tourismussektor

Allerdings birgt die Vermarktung über die sozialen Medien auch einige Gefahren für die Tourismusbranche, welche vielen Unternehmen und Usern nicht bewusst sind. So kann das Posten von Urlaubsbildern auf Instagram zu Overtourism führen. Dies bedeutet, dass Destinationen oder Städte so stark von Touristen überlaufen sind, dass diese die Besucherströme nicht mehr lenken und kontrollieren können. Dieses Phänomen entsteht vor allem dadurch, dass meist Influencer auf Social-Media-Kanälen wie Facebook und Instagram Bilder posten, wodurch ein Trend entsteht, jenem auch andere User gerne folgen möchten. Genannt wird dieses Phänomen Instagramability. Dadurch werden ikonische Bilder meist von außergewöhnlichen Orten, gepostet und wirksam inszeniert. Betroffen von Overtourism sind Städte wie Venedig, Amsterdam und Barcelona, Sehnsuchtsorte wie Thailand, Bali und der Ayers Rock in Australien, oder auch Drehorte erfolgreicher Serien wie Game of Thrones.

Damit diese Gefahr in Zukunft besser kontrolliert werden kann und das Social Media Marketing die Tourismusbranche nicht in den Abgrund treibt, ist es enorm wichtig, das Verhalten in den sozialen Medien zu monitoren und regelmäßig zu analysieren, damit auch diesem Wirtschaftssektor eine blühende Zukunft bevorsteht.

Fazit: Social Media Marketing im Tourismus als Erfolgsfaktor

Dass Social Media Marketing in der Tourismusbranche Ihrem Unternehmen Erfolge verschafft, wurde nun hiermit bewiesen. Aus diesem Grund ist es essenziell, die Kommunikation über das Internet mit Ihrer Zielgruppe aufrecht zu erhalten und diese mit effizientem Content zu versorgen. Hierbei ist es von großer Bedeutung, auf Erfolgsfaktoren wie dem Einsatz von User-generated Content, Branded Hashtags und Influencern sowie das Hervorrufen von Emotionen, den Zeitpunkt der Vermarktung und die Schaltung von Google Ads zu achten. Halten Sie diese Faktoren stets im Auge, ist es Ihnen möglich, einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen und in der Menge der Konkurrenz mit einer hervorragenden Social Media Strategie herauszustechen.

Sollten auch Sie Interesse daran haben, den Tourismus über Social Media Marketing anzukurbeln und mehr Besucher zu Ihrer Destination zu lenken, dann kontaktieren Sie uns gerne. Wir unterstützen Sie bei Ihrer Social Media Kampagne und beim Social Media Monitoring.

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